{"id":345,"date":"2018-03-19T14:53:21","date_gmt":"2018-03-19T13:53:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/?p=345"},"modified":"2018-12-29T19:29:49","modified_gmt":"2018-12-29T18:29:49","slug":"345","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/?p=345","title":{"rendered":"Hurra in Leipzig"},"content":{"rendered":"<p>Gerade rollten wir unsere Koffer in die Halle des Leipziger Hauptbahnhofs, da rief pl\u00f6tzlich eine M\u00e4nnerstimme:<\/p>\n<p>\u2013 Herr Fl\u00f6rke! Herr Fl\u00f6rke.<\/p>\n<p>Nanu? Wer wei\u00df denn, wer hat denn, wer ist das denn?<\/p>\n<p>Ein dick eingepackter Mann mit Bart und M\u00fctze.<\/p>\n<p>\u2013 Ansgar K\u00f6b, stellt er sich vor.<\/p>\n<p>\u2013 Sie sehen so anders aus, sage ich.<\/p>\n<p>\u2013 Das liegt an der M\u00fctze.<\/p>\n<p>Er zieht sie ab. Jetzt \u00e4hnelt er dem Foto auf der Website des Verlags \u201eduotincta\u201c. Lutz Roman \u201eDas #Ilona-Projekt\u201c soll im September dort erscheinen. Den Mann neben ihm kenne ich nicht, aber, wie sich herausstellt, sein Buch. Es ist Wolfgang Eicher aus Wien (\u201eDie Insel\u201c), ebenfalls angereist zur Buchmesse.<\/p>\n<p>Bernhard Schlink sei schon eingetroffen, jetzt auch wir. Die beiden von \u201eduotincta\u201c warten auf J\u00fcrgen Volk, mit dem sie heute noch den Stand aufbauen wollen. So herzlich willkommen gleich hier auf dem Bahnhof &#8211; schon f\u00fchlen wir uns heraus- und aufgehoben.<\/p>\n<p>Erster Buchmessentag<\/p>\n<p>Wir drehen unsere erste Runde durch die Hallen, in diesem Jahr mit einem Fixpunkt in all dem Gequirl aus Menschen und Gesch\u00e4ften, dem Stand \u201eunseres\u201c Verlages.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-347 size-full\" src=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Lutz-Birgit-Ansgar.png\" width=\"439\" height=\"330\" srcset=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Lutz-Birgit-Ansgar.png 439w, http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Lutz-Birgit-Ansgar-300x226.png 300w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/p>\n<p>Kaffeetrinken und Quatschen mit Kollegen. Birgit Rabisch ist da, Bernd Martens, Daniel Breuer\u2026 Verleger J\u00fcrgen Volk kommt dazu:<\/p>\n<p>\u2013 Sch\u00f6n, dass Ihr da seid. Wir duzen uns doch, oder?<\/p>\n<p>Er zeigt uns die Verlagsvorschau = 4 (!) Seiten \u00fcber \u201eDas Ilona-Projekt\u201c, das \u2013 toi, toi, toi, f\u00fcr im September angek\u00fcndigt ist:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-346 size-full\" src=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Lutz-mit-Ilona-Prospekt.png\" width=\"439\" height=\"330\" srcset=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Lutz-mit-Ilona-Prospekt.png 439w, http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Lutz-mit-Ilona-Prospekt-300x226.png 300w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/p>\n<p>\u201eLutz Fl\u00f6rke legt in seinem vielschichtigen Deb\u00fct einen Roman \u00fcber die zeitgen\u00f6ssische Sehnsucht nach einem Leben als Hauptperson und den Hunger nach Geschichten vor. Skurril und von grotesker Komik.\u201c<\/p>\n<p>Ist schon toll, sich selbst so vorgestellt zu sehen.<\/p>\n<p>Abends im Gew\u00f6lbekeller einer Kneipe die erste Veranstaltung: Autoren\/innen von vier unabh\u00e4ngigen Verlagen lesen aus ihren Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>Birgit Rabisch stellt ihren neuen Roman \u201ePutzfrau bei den Beatles\u201c vor, ganz frisch aus dem Druck. Schade, dass der Titel nicht uns eingefallen ist. Es geht um eine WG von vier altgewordenen 68ern, die einst zusammen in einer Band gespielt haben. Die Beatles waren sie leider nicht, trotzdem reden sie sich mit Ringo, George, John und Paul an. Nun engagieren sie eine junge Putzfrau, und dann taucht noch ein angeblicher Enkel auf\u2026 Trotz des unterhaltsamen Titels macht das Buch nicht nur Spa\u00df, sondern es ist auch richtig kluge Literatur.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-348 size-full\" src=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Birgit-im-Keller.png\" width=\"439\" height=\"318\" srcset=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Birgit-im-Keller.png 439w, http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/J\u00fcrgen-Birgit-im-Keller-300x217.png 300w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/p>\n<p>Was macht Literatur zur Dichtung? Wenn sie \u00fcber sich selbst nachdenkt, \u00fcber ihren Sinn und Zweck, ihr Ziel und ihre M\u00f6glichkeiten. Dichtung sucht nach Wegen aus dem Selbstverst\u00e4ndlichen, denn nur, was sich nicht von selbst versteht, kann ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Die altgewordenen \u201eBeatles\u201c stehen vor dem Problem, Popkultur, Glamour und ewige Jugend l\u00fcgenlos zu verbinden mit der Notwendigkeit von Alltag, \u00d6konomie und \u00c4lterwerden.<\/p>\n<p>Wolfgang Eichers neue \u201eFreiheitsstatue\u201c klingt ebenso skurril wie sein letzter Roman, den ich in einem Zug durchgelesen habe. Sein Faible f\u00fcr abseitige Liebesgeschichten gef\u00e4llt mir. Die Duotincta-Autoren Daniel Breuer und Kathrin Wildenberger entwerfen ebenfalls h\u00f6chst eigene Erz\u00e4hlungen. Ich freue mich, in einem Verlag gelandet zu sein mit so unterschiedlichen und zugleich so guten Autoren.<\/p>\n<p>Wir h\u00e4tten gern mehr geh\u00f6rt, aber schlie\u00dflich wollen B\u00fccher ja auch daheim und in aller Ruhe gelesen werden. Wir erwerben ein paar B\u00e4nde. Dann sind die K\u00f6pfe \u00fcbervoll und wir k\u00f6nnen noch lange nicht schlafen. So aufregend kann die Buchmesse sein.<\/p>\n<p>Zweiter Buchmessentag<\/p>\n<p>Am Abend pr\u00e4sentiert Kathrin Wildenberger, die in Leipzig lebt, im Thalia Buchhaus ihren neuen Roman \u201eZwischenLand\u201c. Wir ergattern die vorletzten Sitzpl\u00e4tze. Eine Geschichte \u00fcber junge Leipziger Hausbesetzer, \u00fcbers Erwachsenwerden in der unmittelbaren Nachwendezeit, jederzeit bedroht durch die Nazis.<\/p>\n<p>Hinterher beim Italiener ziehen wir \u00fcber eitle junge Dichter her, M\u00e4nner, die glauben, sie k\u00f6nnten dem Widerspruch zwischen ihrem Verlangen und dem Alltag entkommen, indem sie predigen. Sie plustern sich auf, sagen dann aber doch nur, was alle eitlen jungen M\u00e4nner sagen, ob Dichter oder nicht: Die Welt ist schlecht, aber vor diesem Hintergrund wirke ich umso gro\u00dfartiger.<\/p>\n<p>M\u00fcde, aber aufgekratzt fallen wir ins Bett. Gut, dass wir morgens ausschlafen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Letzter Buchmessentag.<\/p>\n<p>Noch einmal zum Stand des Duotincta-Verlags.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen entwickelt mal eben weitere Ideen f\u00fcr die Werbung zu Lutz neuem Roman und entwirft zusammen mit Vera ein Konzept. Dann das gro\u00dfe Abschiednehmen. Und Termine machen. Und Adressen austauschen. Und, und, und.<\/p>\n<p>Das war die aufregendste Buchmesse unseres Lebens. Aber die n\u00e4chste wird bestimmt noch\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-351 aligncenter\" src=\"http:\/\/blog.hamburgerliteraturreisen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/IMG_1553-Nudeln_96.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"160\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade rollten wir unsere Koffer in die Halle des Leipziger Hauptbahnhofs, da rief pl\u00f6tzlich eine M\u00e4nnerstimme: \u2013 Herr Fl\u00f6rke! Herr Fl\u00f6rke. Nanu? Wer wei\u00df denn, wer hat denn, wer ist das denn? 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